Iceland ProCruises Katalog Deutschland 2022

51 ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN (AGB) DER ISLAND PROTRAVEL GMBH An dieser Stelle möchten wir Sie über unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen informieren, die die gesetzlichen Bestimmungen der §§ 651a-y BGB ergänzen und, soweit wirksam vereinbart, Bestandteil des zwischen Ihnen und uns geschlosse- nen Pauschalreisevertrages sind. Bitte nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie die Be- dingungen in Ruhe durch. Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen zur Be- antwortung gerne zur Verfügung. -1- Abschluss des Pauschalreisevertrages 1.1. Mit der Reiseanmeldung bietet der Reisekunde der Island ProTravel GmbH (nachfolgend: IPT) den Abschluss eines Pauschalreisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung kann schriftlich, auf elektronischem Weg, mündlich oder fernmünd- lich vorgenommen werden. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch IPT zu- stande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird IPT dem Reisekunden auf einem dauerhaften Datenträger eine Reisebestätigung zur Verfügung stellen. 1.2. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot von IPT vor, an das IPT für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist die Annahme ausdrücklich erklärt oder eine Anzahlung bzw. den Reisepreis leistet. 1.3. Der Reisekunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Reisebuchung vornimmt, wie für seine eigenen einzustehen, sofern er diese Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat. –2– Bezahlung 2.1. Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise dürfen nur gefordert oder angenommen werden, wenn für IPT ein Kundengeldabsicherungsvertrag besteht, IPT den Reisekunden hierüber gemäß § 651t BGB informiert und dem Kunden zuvor ein Sicherungsschein i.S.v. § 651r Abs. 4 BGB übergeben wird. 2.2. Nach Vertragsschluss und Übergabe des Sicherungsscheins ist eine Anzah- lung in Höhe von 20 % des Reisepreises fällig. 2.3. Die Restzahlung des Reisepreises ist 4 Wochen vor Reisebeginn fällig, sofern die Reise nicht mehr nach Ziffer 5.1. abgesagt werden kann. Bei kurzfristigen Buchungen (weniger als 4 Wochen vor Reisebeginn) ist der Rei- sepreis, sofern keine Absage nach Ziffer 5.1. mehr erfolgen kann, bei Übergabe der Reiseunterlagen sofort fällig. Ist eine Absage nach Ziffer 5.1. möglich, wird die Restzahlung erst mit Ablauf der Absagefrist fällig, frühestens jedoch 4 Wochen vor Reisebeginn. 2.4. Gerät der Reisekunde mit der Anzahlung oder mit der Restzahlung in Verzug, ist IPT nach Mahnung mit erfolgloser Fristsetzung zur Zahlung und Androhung des Rücktritts berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz in Höhe der vereinbarten Entschädigungspauschalen (siehe Ziffer 4.2.) zu verlangen. -3- Leistungs- und Preisänderungen 3.1. Änderungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Pau- schalreisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die von IPT nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Angegebene Transfer- und Flugzeiten stehen, soweit nicht unzumutbar in eine vereinbarte Nachtruhe eingegriffen wird, unter dem Vorbe- halt einer Änderung. Bei Flugreisen stehen die mit der Durchführung des Fluges namentlich genannten Fluggesellschaften unter dem Vorbehalt einer Änderung, es sei denn, eine bestimmte Fluggesellschaft wurde ausdrücklich vertraglich ver- einbart. 3.2. Eine Erklärung über Änderungen von Reiseleistungen kann nur vor Reisebe- ginn erfolgen. IPT ist verpflichtet, den Kunden über Änderungen nach Kenntnis von dem Ände- rungsgrund unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger zu informieren. Bei einer erheblichen Vertragsänderung informiert IPT zudem über die Auswirkun- gen der Änderung auf den Reisepreis gemäß § 651g III S. 2 BGB. Erhebliche Änderungen können nicht ohne Zustimmung des Reisekunden vorge- nommen werden, auf die Regelungen des §§ 651f und g BGB wird verwiesen. 3.3. Gemäß den Bestimmungen des §§ 651f und g BGB behält sich IPT vor, den vereinbarten Reisepreis im Fall der Erhöhung der Beförderungskosten (Treibstoff und andere Energieträger), Erhöhung der Steuern und sonstigen Abgaben für ver- einbarte Reiseleistungen, wie Touristenabgaben, Hafen- und Flughafengebühren, oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse wie folgt zu ändern: a. Erhöhen sich nach Vertragsschluss die Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten (oder andere Energieträger), so kann IPT den Reisepreis wie folgt erhöhen: aa. Eine sitzplatzbezogene Erhöhung kann an den Reisekunden anteilig weiterge- geben und berechnet werden. bb. In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförde- rungsmittel geforderten, zusätzlichen (erhöhten) Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze bzw. Betten des Beförderungsmittels geteilt. Den sich hieraus errechneten Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann IPT vom Kunden verlangen. b. Werden die bei Abschluss des Pauschalreisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren und Touristenabgaben IPT gegenüber erhöht, kann diese Erhöhung entsprechend anteilig an den Reisekunden weitergegeben werden. c. Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Abschluss des Pauschalreisevertra- ges kann der Reisepreis in dem Umfang erhöht werden, in dem sich die Reise für IPT verteuert. d. Kommt es zu einer nachträglichen Änderung des Reisepreises muss IPT den Reisekunden unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger informieren. Die Unterrichtung des Reisekunden darf nicht später als 20 Tage vor Reisebeginn er- folgen. 3.4. Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung oder einer Preiserhöhung aus den o.g. Gründen von mehr als 8 % ist der Reisekunde berechtigt, kostenfrei vom Vertrag zurückzutreten oder der Reisekunde kann die Teilnahme an einer Ersatzreise verlangen, wenn IPT eine solche anbietet. 3.5. Der Reisekunde hat einen Anspruch auf eine Preissenkung, wenn sich ent- sprechende Kosten (Ziffer 3.3.) verringern bzw. ändern und dies bei IPT zu niedri- geren Kosten führt. 3.6. Erhebliche Vertragsänderungen und eine Preiserhöhung um mehr als 8 % sind nur mit Zustimmung des Reisekunden zulässig. IPT informiert den Reisekun- den über Vertragsänderungen einschließlich der Gründe unverzüglich nach Kenntnis des Änderungsgrundes auf einem dauerhaften Datenträger. IPT kann vom Reisekunden verlangen, dass er innerhalb einer von IPT bestimmten und an- gemessenen Frist, das Angebot einer erheblichen Vertragsänderung oder Preiser- höhung um mehr als 8 % annimmt oder seinen Rücktritt vom Vertrag erklärt. Nach Ablauf der von IPT bestimmten Frist gilt das Angebot zur erheblichen Ver- tragsänderung oder Preiserhöhung um mehr als 8 % als angenommen. IPT kann dem Reisekunden mit dem Angebot einer erheblichen Vertragsänderung oder Preiserhöhung um mehr als 8 % wahlweise auch die Teilnahme an einer Ersatzrei- se anbieten. -4- Rücktritt des Reisekunden, Ersatzreisender und wichtige Versiche- rungen 4.1. Der Reisekunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung bei IPT. Dem Reisekunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. 4.2. Tritt der Reisekunde vom Pauschalreisevertrag zurück (Storno) oder tritt er die Reise nicht an, verliert IPT den Anspruch auf den Reisepreis, kann aber gemäß § 651h II BGB eine pauschalierte Entschädigung verlangen. Der Entschädigungsanspruch wird unter Berücksichtigung nachfolgender Ent- schädigungspauschalen berechnet. Die Rücktrittskosten betragen pro Reisekunde: - bei Reisen mit Eigenanreise ohne Bestandteil von mehrtägigen Schiffsfahrten: bis 32. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 % ab 31. bis 15. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . 30 % ab 14. bis 8. Tag vor Reisebeginn 50 % ab 7. bis 1. Tag vor Reisebeginn 60 % am Abreisetag oder bei Nichtantritt 70 % des Reisepreises - bei Reisen inkl. Flug-, Bahn- oder Busbeförderung ohne Bestandteil von mehr- tägigen Schiffsfahrten: bis 32. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 % ab 31. bis 15. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . 35 % ab 14. bis 8. Tag vor Reisebeginn 55 % ab 7. bis 1. Tag vor Reisebeginn 70 % am Abreisetag oder bei Nichtantritt 90 % des Reisepreises - bei Reisen mit Eigenanreise mit Bestandteil von mehrtägigen Schiffsfahrten: bis 60. Tag vor Reisebeginn 10 % ab 59. bis 31. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . 30 % ab 30. bis 8. Tag vor Reisebeginn 55 % ab 7. bis 1. Tag vor Reisebeginn 80 % am Abreistag oder bei Nichtantritt 90 % des Reisepreises. - bei Reisen inkl. Flug-, Bahn- oder Busbeförderung mit Bestandteil von mehr­ tägigen Schiffsfahrten: bis 60. Tag vor Reisebeginn 15 % ab 59. bis 31. Tag vor Reisebeginn . . . . . . . . . . . . . . . 35 % ab 30. bis 8. Tag vor Reisebeginn 60 % ab 7. bis 1. Tag vor Reisebeginn 80 % am Abreistag oder bei Nichtantritt 90 % des Reisepreises. Als Stichtag für die Berechnung gilt der Zugang der Rücktrittserklärung. Dem Reisekunden bleibt es unbenommen, IPT nachzuweisen, dass IPT kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist, als die pauschalierten Rück- trittskosten. Ist der Schaden von IPT geringer oder sind die Pauschalen nicht anwendbar, wird IPT seinen Schaden konkret berechnen, indem sich die Entschädigung nach dem Reisepreis abzüglich des Wertes der von IPT ersparten Aufwendungen sowie ab- züglich dessen, was IPT durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen er- wirbt, berechnet. Im Fall des Rücktritts ist IPT zur unverzüglichen Erstattung des Reisepreises ab- züglich des Entschädigungsanspruches verpflichtet. 4.3. Erfolgt der Rücktritt durch den Reisekunden, weil am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auf- treten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Perso- nen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen, kann IPT keine Entschädi- gung fordern und zahlt den Reisepreis unverzüglich an den Kunden zurück. Auf § 651h III BGB wird verwiesen. 4.4. Bis zum Reisebeginn kann der Reisekunde verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Pauschalreisevertrag eintritt, auf die Regelungen des § 651e BGB wird verwiesen. IPT kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Im Falle der Vertragsübertragung haften der ursprünglich Reisende und der Er- satzteilnehmer als Gesamtschuldner für den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. IPT hat dem Reisekunden einen Nachweis darüber zu erteilen, in welcher Höhe durch den Eintritt des Ersatzreisenden Mehrkosten entstehen. 4.5. Es wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung (z.B. ERGO Reiseversicherung, www.reiseversicherung.de/de/versicherung/index.html ) und einer Versicherung zur Deckung der Kosten einer Unterstützung einschließlich einer Rückbeförderung bei Unfall, Krankheit oder Tod (z.B. ERGO Reiseversicherung, www.reiseversicherung.de/de/versicherung/index.html) empfohlen. -5- Rücktritt durch IPT (Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl u.a.) 5.1. IPT kann wegen Nichterreichens einer ausgeschriebenen Mindestteilnehmer- zahl nur dann vom Vertrag zurücktreten, wenn a. in der vorvertraglichen Information und Reiseausschreibung die Mindestteil- nehmerzahl beziffert wird sowie der Zeitpunkt, bis zu welchem vor dem vertrag- lich vereinbarten Reisebeginn dem Reisenden die Erklärung zugegangen sein muss, angegeben ist und b. in der Reisebestätigung deutlich lesbar auf diese Angaben hingewiesen wird. Ein Rücktritt ist spätestens an dem Tag zu erklären, der dem Reisekunden in den vorvertraglichen Informationen und der Reisebestätigung genannt wurde. Auf die Regelungen zu den Rücktrittsfristen gemäß § 651 h IV BGB wird verwiesen. Tritt IPT von der Reise zurück, erhält der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zah- lungen unverzüglich zurück. 5.2. Auf die IPT zustehende gesetzliche Rücktrittsmöglichkeit aufgrund unver- meidbarer, außergewöhnlicher Umstände gemäß § 651h IV Nr. 2 BGB wird hinge- wiesen. -6- Gewährleistung 6.1. Werden Reiseleistungen nicht vertragsmäßig erbracht, so kann der Reisekun- de Abhilfe verlangen. Der Mangel muss unverzüglich gegenüber der örtlichen Reiseleitung, IPT oder dem Reisevermittler angezeigt werden. 6.2. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Reisekunde eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen. Die Minderung tritt nicht ein, wenn es der Reisekunde schuldhaft unterlässt, den Rei- semangel anzuzeigen und IPT dadurch keine Abhilfe schaffen kann. 6.3. Wird die Reise infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisekunde den Pauschalreisevertrag gemäß § 651l BGB kündigen. Eine Kündi- gung des Pauschalreisevertrages durch den Reisekunden ist jedoch nur dann zu- lässig, wenn IPT keine Abhilfe leistet, nachdem der Reisekunde hierfür eine ange- messene Frist gesetzt hat. Einer Fristsetzung bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist, von IPT verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisekunden gerechtfertigt ist. -7- Haftung 7.1. Die vertragliche Haftung von IPT für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden von IPT nicht schuldhaft herbeigeführt wird. 7.2. Von der örtlichen Reiseleitung in eigener Organisation oder von anderen Per- sonen in eigener Organisation am Urlaubsort angebotene und vor Ort gebuchte Ausflüge (auch Theaterbesuche, Sportveranstaltungen u.a.), Beförderungsleis- tungen, sportliche Aktivitäten und Mietwagen (auch Motorräder) gehören nicht zum Pauschalreisevertragsinhalt zwischen dem Reisekunden und IPT; für solche Leistungen übernimmt IPT keine Haftung. 7.3. Ein Schadensersatzanspruch gegenüber IPT ist insoweit beschränkt oder ausgeschlossen, als aufgrund internationaler Übereinkünften oder auf solchen beruhenden gesetzlichen Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Leistungsträger nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Be- schränkungen entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimm- ten Voraussetzungen ausgeschlossen ist. Auf die gesetzlichen Bestimmungen des § 651p II BGB wird verwiesen. -8- Mitwirkungspflicht des Reisekunden Der Reisekunde ist verpflichtet, bei auftretenden Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Der Reisekunde ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung, gegenüber IPT oder dem Reisevermittler zur Kenntnis zu geben. Unterlässt der Reisekunde schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung (§ 651m BGB) und Schadensersatz (§ 651n BGB) nicht ein, sofern IPT wegen der fehlenden Mängelanzeige keine Abhilfe leisten konnte. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos ist oder aus anderen Gründen unzumutbar ist. Schäden oder Verspätungen des aufgegebenen Gepäcks während einer Flugbe- förderung sollten unverzüglich am Flughafen mittels schriftlicher Schadensan- zeige der zuständigen Fluggesellschaft zur Kenntnis gebracht werden. -9- Beistandspflicht von IPT Befindet sich der Reisekunde in Schwierigkeiten, hat IPT ihm unverzüglich in an- gemessener Weise Beistand zu gewähren. Auf § 651q BGB wird verwiesen. Dem Reisekunden wird empfohlen, in einer entsprechenden Situation umgehend Kontakt zur Reiseleitung oder zu IPT unter den in Ziffer 17 gennannten Kontakt- daten aufzunehmen. -10- Anmeldung von Ansprüchen, Verjährung und Abtretungsverbot 10.1. Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Rei- sekunde gegenüber IPT unter der unter Ziffer 17 genannten Anschrift geltend zu machen. Die Anspruchsanmeldung gegenüber IPT kann auch über den Reisevermittler er- folgen. Es wird empfohlen, die Anspruchsanmeldung schriftlich vorzunehmen. Für die Anmeldung von Reisegepäckschäden und Verspätungen bei Reisegepäck im Rahmen einer Flugbeförderung gelten besondere Fristen. Gepäckschäden sind binnen 7 Tagen, Verspätungsschäden binnen 21 Tagen nach Aushändigung des Gepäcks zu melden. 10.2. Ansprüche des Reisekunden wegen Reisemängeln gemäß § 651i III BGB verjähren in zwei Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt mit dem Tag, an dem die Pauschalreise dem Vertrag nach enden sollte. 10.3. -Abtretungsverbot- Die Abtretung von Ansprüchen des Reisekunden gegen IPT an Dritte ist ausgeschlossen. Dieses Verbot gilt nicht bei einer Familienreise unter mitreisenden Familienangehörigen. -11- Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften 11.1. IPT steht dafür ein, Reisekunden vorvertraglich über Bestimmungen von Pass- und Visavorschriften (einschließlich der ungefähren Fristen zur Erlangung von Visa) sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Auf besondere Gesundheitsvorschriften (gesundheitspolizeiliche Formalitäten) des Reiselandes weist IPT vorvertraglich hin. Der Reisende sollte sich zudem über Infektions- und Impfschutzmaßnahmen für das vereinbarte Reiseziel rechtzeitig informieren. Es wird auf die Möglichkeit der Informationsbeschaffung bei den Gesundheitsäm- tern, bei Ärzten (Reisemedizinern) und Tropeninstituten u.a. hingewiesen. 11.2. Der Reisende ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wich- tigenPass-,Visa-,undGesundheitsvorschriftenselbstverantwortlich.AlleNachtei- le, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung die- ser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten, ausgenommen, wenn sie durch eine schuldhafte Falsch- oder Nichtinformation von IPT bedingt sind. -12- Informationspflichten über Fluggesellschaft Die EU-Verordnung Nr. 2111/2005 zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet IPT, den Reise- kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft sämtlicher im Rah- men der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist IPT verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nen- nen, die wahrscheinlich den Flug/die Flüge durchführen wird/werden. Sobald IPT Kenntnis hat, welche Fluggesellschaft den Flug durchführt, muss der Kunde informiert werden. Wechselt die genannte Fluggesellschaft, muss IPT den Kunden über den Wechsel informieren. IPT muss unverzüglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde unverzüglich über den Wechsel informiert wird. Eine Liste (Gemeinschaftliche Liste) über unsichere Fluggesellschaften mit Flug- verbot in der EU ist z. B. auf folgender Internetseite zu finden: ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban_de -13- Rechtswahl und Gerichtsstand 13.1. Auf den Vertrag und auf das Rechtsverhältnis zwischen dem Reisekunden und IPT findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung. Soweit bei Klagen des Reisekunden gegen IPT im Ausland für den Haftungsgrund nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bezüglich der Rechtsfolgen, etwa hinsichtlich der Art, Umfang und Höhe von Ansprüchen des Reisekunden aus- schließlich deutsches Recht Anwendung. 13.2. Der Gerichtsstand von IPT ist der Firmensitz in Hamburg. 13.3. Für Klagen von IPT gegen den Reisekunden ist der Wohnsitz des Reisekun- den maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Per- sonen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, oder gegen Perso- nen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz von IPT maßgebend. 13.4. Die Bestimmungen zu Nr. 13.1. bis 13.3. finden keine Anwendung, wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf den Pauschalreisevertrag zwischen dem Reisekunden und IPT anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Reisekunden ergibt oder wenn und insoweit auf den Pauschalreisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Be- stimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind als die Regelungen in diesen Geschäfts- und Reisebedingungen oder die anwendbaren deutschen Vorschriften. -14- Schlichtungsverfahren IPT nimmt nicht an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbrauchersch- lichtungsstelle teil. Soweit nach Drucklegung dieser Geschäftsbedingungen die Beteiligung an einer Verbraucherstreitbeilegung verpflichtend wird, informiert IPT den Reisekunden. Informatorisch wird für Pauschalreiseverträge, die im elektroni- schen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf folgende Online-Streitbeilegungs-Plattform hingewiesen: https://ec.europa.eu/consumers/odr/main/index.cfm?event=main.home2.show&lng=DE -15- Sonstige Bestimmungen 15.1. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieser Bedingungen hat nicht die Unwirksamkeit der gesamten Bedingungen zur Folge. Auf § 306 BGB wird ver- wiesen. 15.2. Stand dieser Bedingungen ist August 2019. -16- Datenschutz Der Schutz der personenbezogenen Daten der Reisekunden von IPT wird gewahrt. Die ausführlichen Datenschutzbestimmungen von IPT und die entsprechenden Rechte des Reisekunden finden sich unter: https://www.icelandprocruises.de/datenschutz.html Auf Verlangen sendet IPT dem Reisekunden die Datenschutzregelungen gerne auch schriftlich zu. -17- Reiseveranstalter Anschrift und Sitz der Island ProTravel GmbH (IPT), Theodorstr. 41a, 22761 Hamburg; Telefon 040/286687160, Fax: 040/28668710, E-Mail: memo@islandprotravel.de , Registergericht AG Hamburg, HRB 88867, Geschäftsführer: Herr Gudmundur Kjartansson, Frau Ann-Cathrin Bröcker

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